Archiv für den Monat Januar 2011

Hoax oder kein Hoax…

Die kolportierte Geschichte hat sich -was man so hört- im frühen 19. Jahrhundert ereignet, als ein gewisser Thomas Beale eine dreiseitige und bis heute größtenteils nicht entschlüsselte Chiffre hinterließ, die den Weg zu einem Schatz weisen soll. Es gibt Optimisten die sich auch heute noch mit der Dechiffrierung beschäftigen, wenngleich sich die Zeichen, dass es sich um einen Hoax handelt verdichtet haben.

Diese -wie in Wikipedia zu lesen ist- wohl als bekannteste verschlüsselte Botschaft der Welt geltende Beal-Chiffre -ja, man lernt nie aus- nahm nun Andrew Allen zum Anlass seine Animation ‚The Thomas Beale Cipher‚ um einen cleveren Kryptologen und einige zwielichtige Gestalten, die ihm das Geheimnis abluchsen wollen, zu kreieren.
Sehenswert an dem 10-minütigen und mehrfach preisgekrönten Film ist vor allem die zusammen mit der Musik sehr gut zur Geschichte passende, außergewöhnliche Animationstechnik.

(entdeckt bei TheDailyWhat)

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Flugversuche

Historisch gesichert scheint, dass Hezarfen Ahmet Çelebi ein osmanischer Luftfahrtpionier des 17. Jahrhunderts war. Eine nette Hommage an ihn -wenngleich vermutlich nicht ganz so historisch verbürgt- ist die im Jahr 1632 in Istanbul angesiedelte, mit witzigen Einfällen garnierte und bravourös animierte Abschlussarbeit ‚Hezarfen‚ von Tolga Ari, Romain Blanchet, Chung-Yu Huang und Rémy Hurlin an der Sopinfocom Arles um allerlei frei- und unfreiwillige Fllugmanöver.

(entdeckt bei Drommels / cartoonbrew)

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A Work of Love

In Sachen Realismus liegt Alex Weils Animation ‚One Rat Short‚ weit vor Ratatouille. „…to keep the film looking as real as possible.“ war eines der zentralen Anliegen von ihm. Und Weils Protagonist ist auch kein Gourmet, sondern setzt für einen Erdnussflip sein Leben aufs Spiel. Und obwohl der männlichen Hauptrolle der Niedlichkeitsfaktor komplett abgeht, gelingt es auch dieser Ratte im wirklich dramatischen Verlauf der Geschichte die Sympathie des Zuschauers (der meisten jedenfalls) zu gewinnen…

(entdeckt bei Glaserei)

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Unter "Seinesgleichen"

Ein wegen seiner Missbildung zum Außenseiter abgestempelter kleiner Junge, sucht Zuflucht im ‚Cirque des Monstres‘ unter „Seinesgleichen“. Rückblickend keine so gute Idee…

Die Animation ‚Tous des Monstres‚ ist eine Abschlussarbeit von Nicolas Deprez, Laurent Jaffier, Pierre Lippens und Gabrielle Lissot. Ein Rührstück mit Schockeffekten.

(entdeckt bei TheDailyWhat)

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Und in einer Nebenrolle: BMW

1995, 1997 und 1999 steuerten die bayerischen Autobauer die fahrbaren Untersätze für 007 bei.
2001 und 2002 -möglicherweise vom Filmbusiness angefixt- versuchte BMW auf viralem Weg erneut filmische Aufmerksamkeit auf Hollywoodniveau zu erlangen und war dabei -was man so liest- offenbar sehr erfolgreich. Eine Aktion, die in ihrer Breite an mir aber irgendwie vorbei ging.
Das Rezept lautete, man nehme (vorwiegend) renommierte Regisseure (John Frankenheimer, Ang Lee, Wong Kar-wai, Guy Ritchie, Alejandro González Iñárritu, John Woo, Joe Carnahan, Tony Scott), Drehbuchschreiber ( Andrew Kevin Walker, David Carter, Joe Sweet, Guy Ritchie, Alejandro González Iñárritu, Guillermo Arriaga, Greg Hahn, Vincent Ngo, Joe Carnahan) sowie Protagonisten (Clive Owen, Tomas Milian, Mason Lee, Forest Whitaker, Mickey Rourke, Adriana Lima, Madonna, Stellan Skarsgård, Lois Smith, Maury Chaykin, Kathryn Morris, Don Cheadle, F. Murray Abraham, Clifton Powell, Gary Oldman, James Brown, Danny Trejo, Marilyn Manson) und lasse deren Können in so um die zehnmminütigen Kurzfilmen actionreich/dramatisch/humorvoll in Szene setzen. Gemein ist allen Filmen Clive Owen als ‚The Driver‘ und natürlich Fahrzeuge des Autobauers als dessen Arbeitsgeräte.
Sollte Clive Owen -was ich nicht für die schlechteste Besetzung halte- die 007-Rolle in nächster Zeit angeboten bekommen, würde sich quasi der Kreis schließen.

Acht Kurzfilme sind so jedenfalls entstanden, die größtenteils recht gute Unterhaltung bieten. Auch rund 10 Jahre später.

„The Hire – Ambush“
Regie: John Frankenheimer
Drehbuch: Andrew Kevin Walker
Darsteller: Clive Owen, Tomas Milian

„The Hire – Chosen“
Regie: Ang Lee
Drehbuch: David Carter
Darsteller:Clive Owen, Mason Lee

„The Hire – The Follow“
Regie: Wong Kar Wai
Drehbuch: Andrew Kevin Walker
Darsteller:Clive Owen, Mickey Rourke, Adriana Lima, Forest Whitaker

„The Hire – The Star“
Regie: Guy Ritchie
Drehbuch: Guy Ritchie, Joe Sweet
Darsteller:Clive Owen, Madonna

„The Hire – Powder Keg“
Regie: Alejandro González Iñárritu
Drehbuch: Alejandro González Iñárritu, Guillermo Arriaga, David Carter
Darsteller:Clive Owen, Stellan Skarsgård, Lois Smith

„The Hire – Hostage“
Regie: John Woo
Drehbuch: David Carter, Greg Hahn, Vincent Ngo
Darsteller:Clive Owen, Maury Chaiyin, Kathryn Morris

„The Hire – Ticker“
Regie: Joe Carnahan
Drehbuch: Joe Carnahan
Darsteller:Clive Owen, Don Cheadle, F. Murray Abraham, Ray Liotta

„The Hire – Beat the Devil“
Regie: Tony Scott
Drehbuch: David Carter, Greg Hahn, Vincent Ngo
Darsteller: Clive Owen, Gary Oldman, James Brown, Marilyn Manson, Danny Trejo

Und ein kleines ‚Making Of‘ gibt’s auch noch:

(auf die Spur gebracht durch @frischkopp)

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