Archiv für den Monat August 2013

Seebühne Backstage

Wer in den Sommermonaten Bregenz (wieder einmal) nur um-/durchfährt, sollte mal über einen Stopp nachdenken. An der Seebühne. Nicht unbedingt zum Besuch einer Aufführung, was zwar auch lohnend sein kann, wo aber an Karten auch in diesem Jahr offensichtlich wieder eher schwierig zu kommen ist. Sondern tagsüber. Einen Blick auf die Bühne werfen. Lohnt sich! Find ich.

Das geht in zwei Varianten. Man kann tagsüber einfach, völlig offiziell und völlig gratis vom Zuschauerbereich aus die Perspektiven austesten. Oder man besorgt sich für 7 Euro eine Karte für eine der mehrmals täglich (aber in diesem Jahr nur noch bis 18. August) angebotenen Führungen. Dabei -und das macht die Sache interessant- kommt man unter anderem auch auf beziehungsweise unter die Bühne. Ungefähr eine Stunde lang erfährt man dabei einiges über Orga, Bühnenbild, Bühnentechnik, Protagonisten, Stunts (Warum? Darum.), Taucher, tonnenschwere Kostüme, Kosten (laut Guide um die 7 Mio. für die Zauberflötenbühne), Akustik (Stichwort: BOA), Wettereinfluss, Wasservögel, Festspielhaus, … und unter Umständen auch noch was über den Besuch von James, damals.

2013/14 wird Mozarts Zauberflöte auf den See gebracht. Sollte jemand sich für Aufführungskarten interessieren sieht es -wie gesagt- schlecht aus. Alle diesjährigen Vorstellungen sind ausverkauft. Offiziell. Habe allerdings von einem Bekannten erfahren, dass es die Möglichkeit gibt, an der Abendkasse mit etwas Glück eine zurückgegebene Karte zu ergattern. Hat bei ihm schon mehrmals geklappt.

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Wenn man dann schon mal im Kulturmodus und vor Ort ist, warum nicht das möglicherweise leicht unterschätzte städtische Angebot auf den aktuellen Stand bringen. Beispielsweise mit einem Besuch des Kunsthaus Bregenz KUB, das mit immer ganz interessanten Ausstellungen seine 1880 m² Ausstellungsfläche füllt. Vor zwei Jahren war Ai Weiwei zu Gast, aktuell Gabriel Orozco. Sehenswert, schon wegen La DS.
Auch der Besuch des nagelneuen (Juni 2013) vorarlberg museum könnte eine gute Idee sein. Jedenfalls dann, wenn es innen hält was es architektonisch von außen verspricht. Rein hat’s bei mir diesmal nicht mehr gereicht. Ich schätze aber in zwei Jahren bin ich spätestens wieder vor Ort.

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