Regionale Oscarträume

Die Vorzeichen sind vergleichbar zu 2010. Gleiches Macherteam. Gleiche Vorlagengeber. Oscarnominierung in der Kategorie ‚Short Film Animated‘.
Max Lang und Jan Lachauer haben nach ‚The Gruffalo‚ und dessen Kurzfilmnominierung 2010 (aus der dann auszeichnungsmäßig nichts wurde)  wieder eine Vorlage von Julia Donaldson und Axel Scheffler ins Animationsformat gebracht. ‚Room on the Broom‘ steht aktuell wiederum auf der Nominierungsliste animierter Kurzfilme. Soweit die Parallelen.
Auf dem Youtube-Kanal werden Einblicke in das Werk und die Entstehung gewährt. So werden beispielsweise Storyboardausschnitte und Endfassungsszenen gegenübergestellt und diverse Behind the Scenes Clips angeboten.

Während man nun in verschiedenen Regionen Deutschlands ‚Wir sind fast Oscar‘-Artikel in Stellung bringt (Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg (StZ), Max Langs Rheinberger Herkunft (WAZ) oder Jan Lachauers Münchner Wurzeln (SZ)), hätten die beiden persönlich wohl auch nichts gegen einen anderen Ausgang am 2. März. Die Chancen stehen bekanntlich wieder mal 1:5…

Getaggt mit

Hayao Miyazaki, Animation Director a.D.

„The greatest living Animation Director“ Hayao Miyazaki geht in Rente.
Buzzfeed würdigt seine Arbeit.

‚The Simpsons‘-Macher sind von seiner Arbeit offensichtlich auch sehr angetan und referenzieren im vor kurzem auf Youtube erschienenen Clip zahlreiche seiner Filme.

Seine „Abschlussarbeit“ ist somit ‚The Wind Rises‚ (Originaltitel: ‚Kaze Tachinu‘). Der über zwei Stunden lange Film hat es auf die Nominiertenliste in der Kategorie ‚Bester Animationsfilm‘ der Oscarverleihung 2014 geschafft. Nach ‚Chihiros Reise ins Zauberland‚ 2003 wäre das Miyazakis zweiter Oscar in dieser Kategorie. Am 2. März wissen wir mehr…

Getaggt mit

‚Walking City‘

Universal Everythings Animation referenziert Arbeiten der britischen Avantgarde-Architektengruppe Archigram. Die Animation bezieht sich mit ihrem Titel ‚Walking City‘ auf eine gleichnamige Architekturvision aus dem Jahr 1964. Betrachter gewannen laut Wikipedia beim Betrachten der Zeichnungen den Eindruck, „die roboterhaften Gebilde sähen aus, als könnten sie mit ihren Beinen „gehen“. “ Für ‚Walking City‘ stand wiederum Le Corbusiers Wohnmaschine Pate. Werschöpfungsmäßig also so ne Art Inspiration-Chain™.

(entdeckt bei It’s Nice That)

Getaggt mit

VfB Breitwandheimspielhinrundenbilanz

Mit leichter Verspätung ging für den VfB Stuttgart und diesen Fußballverein aus München gestern die Hinrunde der 1. Fußball Bundesliga zu Ende. Für den VfB bilanztechnisch wieder mal eher so durchwachsen. Nicht so neu.
Jedenfalls hätte es für uns gestern noch ein einigermaßen versöhnlicher Hinrundenabschluss, so was wie ein gefühlter Sieg, werden können. Wenn, ja wenn da nicht diese 93. (dreiundneunzigste) Spielminute gewesen wäre. Schade. Dürfte mittlerweile aber auch alles gesagt, geschrieben und so einige Phrasenschweine in den Zustand der Schlachtreife gebracht worden sein. Weiter geht’s…

Persönliche Heimzwischenbilanz der Saison 2013/14: Sieben Hinrundeneinsätze.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Richtig, ein Heimspieltag fehlt. Familiäre Spielsperre. Wer Spiel und Ergebnis als erster korrekt in den Kommentaren angibt … darf mich beim nächsten Aufeinandertreffen als arterhaltende Maßnahme auf ein Bier einladen;) Aus der Craft-, nicht aus der Fernsehliga, versteht sich!

In der Rückrunde läuft’s für uns ja traditionell eh besser. Sagt der unverbesserliche, wenn auch leicht verhaltene, Optimist in mir.

Grasshoppers Airways

Die witzige Idee zu dem bodennahen Kurzstreckencarrier hatte Wayne Unten, der in seinem programmatischen Tumblr  ‚Animating for Fun‚ gelegentlich weitere Ergebnisse seiner Animationsexperimente einstellt.

(entdeckt via @WersGlaubt)

Getaggt mit

‚Andersartig‘

In ‚Andersartig‘ erinnert sich Hildegard Wolgemuth an ihre Kindheit in einem Waisenhaus. Sie passte nicht in die gewohnten und gewollten Muster und hielt offenbar auch nicht viel von diesen. Das Ausleben ihrer Andersartigkeit und ihr Rebellieren gegen Gleichmacherei machten sie zu einer Außenseiterin. Gelegentlich hat so was positive Nebenwirkungen…

Dennis Stein-Schomburg animierte ihre Geschichte zu einem Mut machenden Kurzfilm. Die Stimme leiht ihr Anna Magdalena Becker. Dennis Stein-Schomburg erhielt für den Viereinhalbminüter den ‚Deutschen Nachwuchsfilmpreis 2011‚.

(entdeckt via @zeitonline_vid)

Getaggt mit

Leben im Wind

Könnte die Animation womöglich eine Bestätigung der in südlicheren Gefilden weitverbreiteten Vorstellung von vorherrschenden Luftbewegungen an der Küste sein?! Dass die Animation als Abschlussarbeit an der HAW Hamburg entstand, kann kein Zufall sein;)
Robert Löbel hat jedenfalls das banale Leben unter verschärften Luftdruckausgleichsbewegungen in ‚Wind‘ sehr amüsant in Szene gesetzt und nebenbei auch noch das Geheimnis gelegentlich abflauender Winde gelüftet.
Dann haltet euch mal fest:

Getaggt mit

Virtuelles Papier – klasse Arbeit, schwieriger Markt

Pingo van der Brinkolevs Idee waren kleine Animationen im Origamistil. Als Minisequenzen laufen sie in Endlosloops und über eine Bildagentur sollen sich Käufer finden. Anfang und Ende der zugrundeliegenden Sequenz sind im Loop nicht mehr zu erkennen. Er steckte auch einiges an Aufwand in den Look des Papiers, sodass man die Animation auch für viel Faltarbeit und Stop-Motion halten könnte. Leuten der Stock Photo Plattform gefiels. Käufer fanden sich keine.

Es drohte ein Eintrag in die Statistik ‚Viel Aufwand für Nichts‘. Pingo van der Brinkolev überarbeitete die Animationen etwas, fügte noch ein paar neue Kameraeinstellungen hinzu und machte so aus seinen Minisequenzen ein knapp einminütiges Animationsfilmchen, nannte es „It’s Paper“ und lud es auf Vimeo hoch.
Ob er danach Geld mit seinem Ursprungsgeschäftsmodell machte, scheint im Nachhinein zu vernachlässigen, denn neben dem Vimeo Prädikat ‚Stuff-Pick‘ erhielt er Anfragen für Keynotes und Mitarbeit an diversen Projekten. Auch der Hersteller der verwendeten Software zeigt sich begeistert. Ich ebenfalls.
Manchmal kommt es anders als man denkt.

(entdeckt bei Jeff Scher)

Getaggt mit

Stopover Dessau – Übernachtung im Bauhaus

Mein Wissen über Bauhaus war so auf Trivial Pursuit Niveau. Gropius, Freischwinger, Meisterhäuser, Mies van der Rohe, Weißenhofsiedlung waren ein paar bekannte Sternchen in meinem weitestgehend noch unerschlossenen Bauhauskosmos. Da sich Begeisterung und Fachkenntnis bekanntlich nicht zwingend proportional verhalten müssen, reichte erstere aus, um vor zwei Jahren eine Kurzeise nach Dresden zum Anlass für einen Bauhausvertiefungsstopover in Weimar und Dessau zu nehmen.

Mein Vorsatz, die Bauhausrudimentärkenntnisse etwas zur -begeisterung aufzuschließen zu lassen, scheiterten daran, dass letztere mindestens in gleichem Maß zulegte. Das Dessauer Bauhaus ist schuld. 10/10 auf der Tollskala, wie sie dort, die in ihrer Geschichte nicht immer sehr pfleglich behandelte Bauhaussubstanz wieder in Szene gesetzt haben.
Hauptdarsteller sind das Bauhausgebäude und die Meisterhäuser. Will man dann noch den talentierten Nebendarstellern Kornhaus, Konsumgebäude, die Siedlung Dessau-Törten und/oder diversen anderen Wohn- und Funktionsgebäuden einen Besuch abstatten, sollte man gleich mal mehr als einen Tag einplanen. Das meiste kann im Rahmen von Führungen besichtigt, wieder im (Restaurant-)Betrieb (Kornhaus) genutzt oder auf öffentlichen Wegen (Siedlung) erkundet werden. Wem das noch nicht reicht, findet möglicherweise bei den Ausstellungen oder Veranstaltungen (zum Kern von zdf.kultur (O-Ton) gehört beispielsweise die Reihe zdf@bauhaus) Besuchsargumente.

Zentrales persönliches Ergebnis dieses ersten Dessaubesuchs: Künftige A9 Vorbeifahrten sollen wohlwollend auf mögliche Bauhausabstecher hin geprüft werden!

Vor zwei Monaten (guter Post braucht Zeit;), im September, war es wieder mal soweit.
>>> Weiterlesen

Getaggt mit , , ,

Anderson, Coppola, Schwartzman

Drei Namen die eigentlich ausreichen, sich entstandene Bewegtbildarbeiten anzusehen. Finde ich. Für mich persönlich würde auch bereits Anderson ausreichen. Gucke von ihm eh alles. Jetzt sogar Werbung.

Der italienische Taschen-, Schuh- und Klamottenschneider hatte anscheinend bereits Anfang des Jahres Andersons Schaffen für investiotionswürdig befunden. Damals nicht mitbekommen. Wäre schade gewesen! In diesem Sinne besser spät als nie.

Solange Budgets derart investiert werden, könnte man fast versucht sein, geneigten Käufern (k)aufmunternd auf die Schulter zu klopfen. Fast.

(entdeckt bei It’s Nice That)

Getaggt mit , ,