Schlagwort-Archive: animation

Weltraumbegrünung

So oder ähnlich könnten die Pläne derjenigen aussehen, die One-Way-Tickets für ein erfülltes Leben auf dem Mars verkaufen. Vorausgesetzt man hat vegetarische Ernährungsvorlieben. Oder gärtnerische Ambitionen. Diese Science-Fiction hat Richard Mans in sehenswert animierte viereinhalb Minuten gepackt. 2012 durfte er mit ‚Abiogenesis‚ auf Festivals dafür zahlreiche Lorbeerkränze einsammeln.

Auf dem Mars muss übrigens anscheinend bereits 2024 mit den ersten Farmern gerechnet werden.

(entdeckt bei Drommels!)

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Regionale Oscarträume

Die Vorzeichen sind vergleichbar zu 2010. Gleiches Macherteam. Gleiche Vorlagengeber. Oscarnominierung in der Kategorie ‚Short Film Animated‘.
Max Lang und Jan Lachauer haben nach ‚The Gruffalo‚ und dessen Kurzfilmnominierung 2010 (aus der dann auszeichnungsmäßig nichts wurde)  wieder eine Vorlage von Julia Donaldson und Axel Scheffler ins Animationsformat gebracht. ‚Room on the Broom‘ steht aktuell wiederum auf der Nominierungsliste animierter Kurzfilme. Soweit die Parallelen.
Auf dem Youtube-Kanal werden Einblicke in das Werk und die Entstehung gewährt. So werden beispielsweise Storyboardausschnitte und Endfassungsszenen gegenübergestellt und diverse Behind the Scenes Clips angeboten.

Während man nun in verschiedenen Regionen Deutschlands ‚Wir sind fast Oscar‘-Artikel in Stellung bringt (Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg (StZ), Max Langs Rheinberger Herkunft (WAZ) oder Jan Lachauers Münchner Wurzeln (SZ)), hätten die beiden persönlich wohl auch nichts gegen einen anderen Ausgang am 2. März. Die Chancen stehen bekanntlich wieder mal 1:5…

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Hayao Miyazaki, Animation Director a.D.

„The greatest living Animation Director“ Hayao Miyazaki geht in Rente.
Buzzfeed würdigt seine Arbeit.

‚The Simpsons‘-Macher sind von seiner Arbeit offensichtlich auch sehr angetan und referenzieren im vor kurzem auf Youtube erschienenen Clip zahlreiche seiner Filme.

Seine „Abschlussarbeit“ ist somit ‚The Wind Rises‚ (Originaltitel: ‚Kaze Tachinu‘). Der über zwei Stunden lange Film hat es auf die Nominiertenliste in der Kategorie ‚Bester Animationsfilm‘ der Oscarverleihung 2014 geschafft. Nach ‚Chihiros Reise ins Zauberland‚ 2003 wäre das Miyazakis zweiter Oscar in dieser Kategorie. Am 2. März wissen wir mehr…

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‚Walking City‘

Universal Everythings Animation referenziert Arbeiten der britischen Avantgarde-Architektengruppe Archigram. Die Animation bezieht sich mit ihrem Titel ‚Walking City‘ auf eine gleichnamige Architekturvision aus dem Jahr 1964. Betrachter gewannen laut Wikipedia beim Betrachten der Zeichnungen den Eindruck, „die roboterhaften Gebilde sähen aus, als könnten sie mit ihren Beinen „gehen“. “ Für ‚Walking City‘ stand wiederum Le Corbusiers Wohnmaschine Pate. Werschöpfungsmäßig also so ne Art Inspiration-Chain™.

(entdeckt bei It’s Nice That)

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Grasshoppers Airways

Die witzige Idee zu dem bodennahen Kurzstreckencarrier hatte Wayne Unten, der in seinem programmatischen Tumblr  ‚Animating for Fun‚ gelegentlich weitere Ergebnisse seiner Animationsexperimente einstellt.

(entdeckt via @WersGlaubt)

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‚Andersartig‘

In ‚Andersartig‘ erinnert sich Hildegard Wolgemuth an ihre Kindheit in einem Waisenhaus. Sie passte nicht in die gewohnten und gewollten Muster und hielt offenbar auch nicht viel von diesen. Das Ausleben ihrer Andersartigkeit und ihr Rebellieren gegen Gleichmacherei machten sie zu einer Außenseiterin. Gelegentlich hat so was positive Nebenwirkungen…

Dennis Stein-Schomburg animierte ihre Geschichte zu einem Mut machenden Kurzfilm. Die Stimme leiht ihr Anna Magdalena Becker. Dennis Stein-Schomburg erhielt für den Viereinhalbminüter den ‚Deutschen Nachwuchsfilmpreis 2011‚.

(entdeckt via @zeitonline_vid)

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Leben im Wind

Könnte die Animation womöglich eine Bestätigung der in südlicheren Gefilden weitverbreiteten Vorstellung von vorherrschenden Luftbewegungen an der Küste sein?! Dass die Animation als Abschlussarbeit an der HAW Hamburg entstand, kann kein Zufall sein;)
Robert Löbel hat jedenfalls das banale Leben unter verschärften Luftdruckausgleichsbewegungen in ‚Wind‘ sehr amüsant in Szene gesetzt und nebenbei auch noch das Geheimnis gelegentlich abflauender Winde gelüftet.
Dann haltet euch mal fest:

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Virtuelles Papier – klasse Arbeit, schwieriger Markt

Pingo van der Brinkolevs Idee waren kleine Animationen im Origamistil. Als Minisequenzen laufen sie in Endlosloops und über eine Bildagentur sollen sich Käufer finden. Anfang und Ende der zugrundeliegenden Sequenz sind im Loop nicht mehr zu erkennen. Er steckte auch einiges an Aufwand in den Look des Papiers, sodass man die Animation auch für viel Faltarbeit und Stop-Motion halten könnte. Leuten der Stock Photo Plattform gefiels. Käufer fanden sich keine.

Es drohte ein Eintrag in die Statistik ‚Viel Aufwand für Nichts‘. Pingo van der Brinkolev überarbeitete die Animationen etwas, fügte noch ein paar neue Kameraeinstellungen hinzu und machte so aus seinen Minisequenzen ein knapp einminütiges Animationsfilmchen, nannte es „It’s Paper“ und lud es auf Vimeo hoch.
Ob er danach Geld mit seinem Ursprungsgeschäftsmodell machte, scheint im Nachhinein zu vernachlässigen, denn neben dem Vimeo Prädikat ‚Stuff-Pick‘ erhielt er Anfragen für Keynotes und Mitarbeit an diversen Projekten. Auch der Hersteller der verwendeten Software zeigt sich begeistert. Ich ebenfalls.
Manchmal kommt es anders als man denkt.

(entdeckt bei Jeff Scher)

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Edmond Was a Donkey

Schon des Öfteren wurde ich in Sachen sehenswerter Animationsergebnisse beim National Film Board of Canada NFB fündig. Das (für mich) jüngste stammt von Franck Dion. Der Animationsfilm setzt sich mit Nonkonformem in einer weitestgehend vereinheitlichten Welt auseinander und lässt einen -im Idealfall- etwas nachdenklich werden.

Irgendwie machen es einem die beim NFB nicht so einfach den Film auf wordpress.com einzubinden, ich hab’s jedenfalls nicht geschafft (Stichwort iframe, falls jemand Tipps hat…). Aber zum Glück ist in diesem Internetz das meiste nur einen Klick entfernt.

(entdeckt bei Drommels)

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Schwergewichtsemotionen

Ein Falter bringt in ‚Heavyweight‘ einen Boxer ins Grübeln. Vielversprechende Abschlussarbeit von Joe Sparkes in der er mit minimalistischem Zeichenstil eine stimmige kleine Geschichte um die Gefühlswelt eines Boxers in Szene setzt. Der Boxer scheint sich mit der Frage zu beschäftigen, weshalb mach ich das eigentlich. Bis am Ende… aber schaut selbst. Die Musik von Nina Cosford begleitet die Animation akustisch dezent und passend. Schöne Arbeit.

(entdeckt bei It’s Nice That)

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